Nun ist auch diese Serie gerissen. Im fünften Heimspiel der Saison schaffte mit dem Gast aus Niendorf erstmals in dieser Spielzeit ein Team Punkte aus Bönningstedt zu gaunern. Und dann wurden es gleich alle drei – der Rückblick auf das 0:1 gegen den NTSV.
Vor dem Spiel: Nachdem Ersatzkeeper Jannis Waldmann zuletzt mit zwei Startelfauftritten für seinen Trainingsehrgeiz belohnt wurde, kehrte gegen den Nachbarn aus Niendorf Dennis Schultz wieder zwischen die Pfosten zurück. Außerdem verändert zur Vorwoche in Altona: Dominic Radzuweit, der im Urlaub weilt, wurde durch Kaderrückkehrer Dennis von Bastian ersetzt und so ging es dann vor gut 120 Zuschauern in die Mission „Heimische weiße Weste wahren“.
Spielfilm: „Wir waren am Anfang überhaupt nicht aggressiv“, wusste Coach Ralf Palapies die Anfangsphase seines Teams im Nachhinein zu erklären. Und so gerieten die Teufel bereits in der 5. Minute in Rückstand, als die defensiv ausgerichteten Gäste eine Standard zur Führung durch Francis Adomah nutzen. Davon wachgerüttelt übernahm das Team die Initiative, ohne wirklich zwingend zu werden. In der 23. Minute hätte Kevin Lohrke dann allerdings den Spielstand wieder egalisieren können, scheiterte jedoch mit einem unumstrittenen Handelfmeter am rechten Pfosten. Die Gäste, trainiert von Ex-Profi Vahid Hashemian, spielten ihre Führung mit Cleverness und defensiver Disziplin in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang musste dann Innenverteidiger Tolga Güvenir nach einer Notbremse rund eine halbe Stunde vor dem Abpfiff mit glatt Rot unter die Duschbrause, doch davon unbeeindruckt diktierte der SVR mit viel Ballbesitz das Geschehen und stemmte sich mit Leidenschaft gegen die drohende Niederlage. Gute Möglichkeiten ließen Pascal Haase und der zur Halbzeit eingewechselte Max Scholz ungenutzt und auch in der Nachspielzeit schaffte 7-Tore-Mann Haase es nicht den Ball doch noch zur Punkteteilung über die Linie zu drücken, sodass sehr kompakte und auf Konter ausgelegte Niendorfer die drei Zähler aus Bönningstedt klauten.
Tore: 0:1 Adomah (5.)
Fazit: Wenn du die Null nicht hälst, kannst du eben nicht mal ein dreckiges 0:0 nach Hause fahren. Ja, so richtig hat sich die Defensive noch nicht gefunden. Zum neunten Mal schaffte es unser RUG in dieser Saison nicht seinen Kasten sauber zu halten, was zweifelsfrei auch ein Grund für die nun erfolgte erste Heimniederlage war. Somit hat das Trainergespann Palapies/Aßmann sicherlich Ansatzpunkte für die Arbeit unter der Woche und wird sich ebenso um die vielen leichtfertigen Ballverluste kümmern müssen, sodass der SVR nicht in einen negativen Strudel gerät.
Ausblick: Nächsten Samstag reist unser Tross zum Auswärtsspiel nach Curslack (15 Uhr). Der vor der Saison von vielen Kennern als Meisterschaftskandidat deklarierte Spitzenklub ist momentan aber alles andere als in der Spur und verlor fünf seiner letzten sechs Partien. Auffällig dabei: Gerade zuhause, wo die „Deichkinder“ in den letzten Jahren selten Punkte abgegeben haben, ist mit erst sieben Punkten aus fünf Spielen deutlich Verbesserungsarbeit gefragt. Vorsicht ist dennoch geboten, denn mit 26 geschossenen Toren kommt der beste Angriff der Liga auf unsere Abwehr zu.